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Google Glass: Brillenrahmen mit ActionCam-Modul

Ende des Jahres will Google eine neue Kamera auf den Markt bringen – die Google Glass. Angepriesen als Actioncam kann die Brille aber noch viel mehr. Sie reagiert auf Sprachbefehl, versendet Livestreams und kann neben dem Telefonieren auch auf das Internet zugreifen. Zur Zeit werden erste Brillen für 1500 US-Dollar an Tester „verkauft", jedoch nur an Personen, die einen Wohnsitz in den USA haben. Die Google Glass wird mit Befehlen ...

Die Google Glass wird mit Befehlen wie:"Glass, take a picture" oder: „Glass, record video" gesteuert. Aber das ist noch nicht alles, mit der Brille lässt es sich ebenso telefonieren, Nachrichten versenden und Daten und Wegbeschreibungen aus dem Internet anzeigen. Die gemachten Aufnahmen leitet die Google Glass sogar als Livestream weiter – Voraussetzung dafür ist eine mobile Internetverbindung.

Die vom Benutzer abgerufenen Daten, wie zum Beispiel Wikipedia-Einträge, erscheinen oben rechts in einem separaten Sichtfeld, unmittelbar vor dem Auge des Betrachters. Erzeugt wird das Bild von einem Projektor, der das Signal über ein Prisma direkt in das Innere des Auges auf die Netzhaut leitet. Grundsätzlich kann ein Mensch sehen, weil Licht auf den so genannten gelben Punkt der Netzhaut trifft. Das Bild des Projektors wird aber knapp neben diesen Punkt geleitet, sodass nur durch eine bestimmte Augenbewegung das projizierte Bild erkennbar ist.

Vom Design erinnert die "Glass" ein wenig an Raumschiff Enterprise und kommt in der Standard-Ausführung als Bügel mit Kameramodul, aber ohne Gläser. Den Pressebildern nach zu urteilen, soll sie aber auch als „Sonnenbrille" zu haben sein. Wie ein Produktvideo, das wir weiter unten eingebunden haben, zeigt, möchte der Hersteller die Glass unter anderem auch als Actioncam vermarkten - das Motto:„Record what you see. Hands free."

Ob das auch bei Extremsituationen klappt, kann nur ein Test klären. Wenn die Glass wie eine normale Brille getragen wird, fällt sie anzunehmenderweise beim nächsten Looping von der Nase. Die Kamerabrille scheint aber aus einem biegsamen Material zu sein. Genaue Angaben zur Video- und Fotoauflösung macht der Hersteller leider noch nicht.

Google ist aber nicht das erste Unternehmen mit dieser Idee. Auch Microsoft, Oakley und Vuzix arbeiten zur Zeit an einem ähnlichen Konzept. Vuzix möchte sogar schon im Sommer mit seiner Version einer solchen Kamera auf den Markt drängen. Wann die Google Glass erhältlich sein wird, ist bislang nicht bekannt. Im Internet wird gemunkelt, dass es Ende dieses Jahres soweit sein soll. Ob das dann auch für den europäischen Markt zutrifft, ist unklar. Der Preis dürfte aber im Vergleich mit den bisherigen Actioncams eher hoch ausfallen.

(pmo/sm)
Praxistest: Vier Action-Cams im Vergleich

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Link zum Produkt: Google Glass
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Google Glass 1 web kl
Die Google Glass verfügt über eine Kamera, Telefon und kann Nachrichten senden sowie Daten aus dem Netz abrufen. Sie reagiert auf Sprachbefehle.
Google Glass 2 web kl
Der Bügel der Google Glass ist offensichtlich sehr biegsam. Die Kamerabrille wird von Google unter anderem auch als Actioncam angepriesen.
Google Glass 3 web kl
Die Standardausführung der Google Glass kommt als Bügel mir Kameramodul daher.

 

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