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HD+DV+P2 = HVX 200

Dem Konkurrenten JVC Professional galt dank sensationeller ProHD-Camcorder die Aufmerksamkeit des Publikums. Jetzt hat Panasonic zur Profimesse NAB zurückgeschlagen: mit dem nicht weniger spektakulären Über-Camcorder AG-HVX 200, der alles kann - nur kein HDV.

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HD plus DV in allen Variationen: Panasonic AG-HVX 200  

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Leica-Optik: Kombiniert mit echten 16:9-Chips verspricht der HVX 200 weitwinklige Aufnahmen   

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P2-Karten: Auf der Rückseite liegt oben das Speicherkartenlaufwerk, darunter die Tonkontrolle    ??    Offiziell heißt die Bezeichnung des kompakten Henkelmanns "Memory Card Camera-Recorder DVCPRO HD P2 handheld". Der 3-Chip-Camcorder AG-HVX 200 von Panasonic sieht relativ unspektakulär aus, wie eine Mischung aus DVX 100 und DVX 30, aber er hat es gewaltig hinter der Suchermuschel. Hinter der Leica-Optik werkeln drei 1/3-Zoll-Chips im 16:9-Format, die das Bild für die variabel im 1080i- oder 720p-Format mögliche HD-Aufzeichnung erzeugen. Gespeichert wird im von Tape-Proficamcordern her bekannten DVCPROHD-Format mit einer Datenrate von 100 Megabit/Sekunde - und zwar auf den auf SD-Karten basierenden P2-Card-Modulen, für die der HVX zwei Steckplätze für je 8 GB bereithält. Bei DVCPRO HD sind auch vier Tonkanäle möglich. Neben diesem, auch DVCPRO 100 genannten HD-Format arbeitet der Neue auch in DVCPRO 50, DVCPRO oder DV mit jeweils zwei Audiokanälen - nur nicht in HDV. In PAL ist die Aufzeichnung mit 25 oder 50 Vollbildern möglich. Der besondere Clou: Neben dem Speicherkarten-Laufwerk bringt der HVX 200 auch ein zusätzliches Mini-DV-Bandlaufwerk mit - allerdings sind damit nur ganz normale DV-Aufnahmen in Standard-Definition (SD) möglich. Laut unseren VIDEOAKTIV-Korrespondenten Christine Gebhard und Gerd Voigt-Müller, die bei der NAB in Las Vegas vor Ort sind, soll der HVX 200 in Europa zusammen mit 2 x 8 GB P2-Cards für unter 10.000 Euro angeboten werden - im Sommer, oder eher im Herbst, wie die japanische Website verrät. Eine 8-GB-Karte soll im HD-Modus eine Aufzeichnung von rund acht Minuten ermöglichen. Als Schnittstellen zu Editingsystemen sind offensichtlich Firewire wie USB 2.0 an Bord. Da trifft es sich gut, dass Apple (Final Cut Pro) schon länger mit DVCPRO HD kann; auch Avid hat zuletzt Unterstützung für diesen reinen Panasonic-Standard angekündigt. (he)       Infos zum Hersteller: