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  1. #13
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    Warum der Sony CX450 nirgends lieferbar ist, weiß ich auch nicht.

  2. #14
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    Ich habe mal etwas gerechnet.

    Und komme für die Sony CX450 in maximaler Teleposition von 57 mm (Sony gibt als Kleinbild-Entsprechung rund 800mm Brennweite an) mit dem minimalen Abstand von 800 mm (80 cm) auf einen Pseudo-Abbildungsmaßstab von etwa 1:1, also natürliche Grösse.

    Pseudo deshalb, weil der effektive Abbildungsmaßstab nur ca. 1:14 ist, aber durch den 16:9-Crop-Faktor der Kamera von knapp 15 visuell (am Monitor in Full HD) wieder ausgeglichen wird.

  3. #15
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    @Skeptiker
    Die Rechnung ist ganz schön kompliziert. Beim dritten Lesen glaube ich jetzt kapiert zu haben, dass Du mit "Pseudo" die KB-Äquivalent-Umrechnung meinst. Das würde bedeuten, dass man ein Objekt von ca. 36 mm Breite formatfüllend aufnehmen kann.
    Die Rechnung hat allerdings einen möglichen Schönheitsfehler: Innenfokussierte Objektive erreichen ihre nominale Brennweite nur in Unendlich-Einstellung. Im Nahbereich nimmt sie immer weiter ab. Kann also durchaus sein, dass im Macrobereich nur z. B. 300 mm KB-Äquiv. übrig bleiben, und dann ist der Abbildungsmaßstab weit schlechter.
    Ausrechnen anhand der technischen Daten kann man das meines Wissens nicht.

  4. #16
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    Hallo beiti,

    Ich schreibe Folgendes eher allgemein und ausführlich. Ich weiss wohl, dass das für Dich kaum nötig ist! ;-)

    Der Abbildungsmaßstab ist ja gleich Bildgrösse (Abbildung des Objekts auf dem Sensor) geteilt durch Gegenstandsgrösse (die natürliche Grösse des Objekts).

    Die allgemeine Formel für den Abbildungsmaßstab (ABM) aufgrund von Brennweite (f) und Motivabstand (Gegenstandsweite g) ist etwas anders, nämlich

    ABM = f / (g-f)

    Die zur Rechnung benötigte effektive Objektivbrennweite von 1.9 mm - 57 mm (30x-Zoom) gibt es entweder auf englischsprachigen Seiten (auf der deutschen Sony-Seite fehlt sie) oder in Frontalabbildungen der Kamera als Objektivgravur.

    Wenn man sich z.B. hier
    http://www.pc-magazin.de/ratgeber/op...en-372112.html

    oder hier
    http://www.elmar-baumann.de/fotograf...gsmasstab.html

    etwas einliest, sieht man, dass Objektivskalen normalerweise den Abstand Objekt <-> Sensor zeigen, dass man für die Berechnung des ABM aber den Abstand Motiv <-> optisches Zentrum (irgendwo inmitten der Optik) nehmen sollte (und dass Sony - wenn sie für die minimale Objektivbrennweite nur 1 cm Motivabstand angeben, wohl den Abstand zur Frontlinse meinen).

    Ich habe also zu den 80 cm Objektabstand (angenommen: bis zur Frontlinse) spontan noch 5 cm dazugerechnet (die Kamera ist total rund 13 cm lang) und dann in die obige Formel eingesetzt:

    ABM = 57mm / (850mm-57mm) = 0.07125

    1 / ABM = rund 14, also ABM = 1:14

    Die Kamera hat laut Sony eine Sensordiagonale von 1/5.8 Zoll (1 Sensor Zoll zu 16 mm).
    Sony rechnet für 16:9-Video die 57 mm max. Tele in ein Kleinbild-Äquivalent von 804 mm um, das ergibt dann einen Crop-Faktor von 804 mm / 57 mm = 14.1.

    Womit der effektive Abbildungsmaßstab von 1:14 visuell (!) gerade auf 1:1 kompensiert wird.

    Du schreibst "Das würde bedeuten, dass man ein Objekt von ca. 36 mm Breite formatfüllend aufnehmen kann."

    Ja, der winzige 1/5.8-Zoll-Sensor hat Abmessungen von ca. 2.40 mm x 1.35 mm (für 16:9 Video).
    Mit dem Cropfaktor von - sagen wir rund 15 - ergibt das dann die 36 mm effektive Objektbreite, die gerade noch auf den Sensor passt.

    Das Bild lässt sich dann - am Monitor mit 1920 X 1080 Pixeln betrachtet - nicht von einem echten 1:1-Bild, das mit Vollformatkamera gemacht wurde, unterscheiden. Mit dem Unterschied, dass das Vollformatbild rund 15x weniger nachvergrössert wurde und deshalb eigentlich schärfer aussehen müsste und weniger Bildrauschen hätte.
    Echtes 1:1 wäre es, wenn die Sony CX450 ein Objekt von 2.4 mm Breite formatfüllend abbilden könnte.


    Dein Punkt mit der Innenfokussierung, die die Brennweite verändert, könnte wichtig sein.
    Damit wäre in Deinem Beispiel der visuelle (Pseudo) Abbildungsmaßstab nur noch 3:8 (300:800) = 1:2.7.

    Nachtrag:
    Aber nehmen wir mal an, die Brennweite würde tatsächlich halbiert und die Makrogrösse wäre ungenügend. Dann hätte man bei einem Camcorder immer noch die Möglichkeit, eine gute, achromatische Nahlinse oder sogar ein Triplet von Raynox vor das Objektiv zu schrauben.

    ------------------------------

    Noch ein Hinweis:

    In dem an sich interessanten Artikel, der oben verlinkt ist
    http://www.pc-magazin.de/ratgeber/op...en-372112.html
    hat sich leider ein sehr verwirrender Fehler eingeschlichen:

    Dort wird einerseits der Abbildungsmaßstab mit der Abkürzung ß (Beta) benannt und andererseits die Abkürzung b für die Bildweite eingeführt.
    Aber dann wird in den Formeln statt ß ebenfalls b verwendet, also auch als Abkürzung für den ABM.

    Wenn da also steht (falls Gegenstand bzw. Motiv weit weg)

    b = b/g ist gemeint ABM = b/g

    oder für (falls grösste Bildweite bekannt)

    b = b/f - 1 ist gemeint ABM = b/f - 1 = (b/f) - 1

    oder für (falls kleinste Gegenstandsweite bekannt)

    b = f/(g - f) ist gemeint ABM = f/(g - f)
    Geändert von Skeptiker (13.01.2017 um 08:32 Uhr) Grund: Nachtrag

  5. #17
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    Zitat Zitat von Skeptiker Beitrag anzeigen
    Dein Punkt mit der Innenfokussierung, die die Brennweite verändert, könnte wichtig sein.
    Damit wäre in Deinem Beispiel der visuelle (Pseudo) Abbildungsmaßstab nur noch 3:8 (300:800) = 1:2.7.
    Das Blöde ist, dass man die genaue Brennweitenverkürzung aus keiner Datentabelle rauslesen kann. Sie hängt offenbar von der Objektivkonstruktion ab.

    Konkret kenne ich das Beispiel der 2,8/70-200-Zooms von Canon und Nikon. Da stellte sich irgendwann raus, dass das Nikon-Objektiv die Brennweite im Nahbereich viel stärker verkürzt, also dass man beim Canon außerhalb der Unendlich-Stellung eine stärkere Tele-Wirkung hat als beim Nikon. Die genaue Zahlen habe ich nicht mehr im Kopf, aber ich meine, dass das Nikon so auf 130 mm runtergeht und das Canon auf 170 oder 180.
    Jetzt frage ich mich halt, wie das dann bei einem so extremen Zoomfaktor wie 30x ausschaut, also ob da der Effekt noch deutlich stärker ist. Aber an dieser Stelle spekuliere ich nur. Leider habe ich keinen vergleichbaren Camcorder zur Hand, um es auszuprobieren.

    Was ich auf jeden Fall aus Erfahrung mit diversen Camcordern und kompakten Fotokameras der letzten Jahre sagen kann: Man kriegt bei allen den höchsten Abbildungsmaßstab nur in Weitwinkelstellung. Also die längere Brennweite holt den Nachteil des größeren Mindestabstands bei weitem nicht auf.
    (Rühmliche Ausnahme waren die Canon-Modelle Powershot G3, G5 und G6. Die hatten tatsächlich die beste Macro-Wirkung im Tele. Sind aber allesamt Technik von gestern und für Video so gut wie unbrauchbar.)

  6. #18
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    Der Beitrag stand hier an falscher Stelle. - Sorry
    Geändert von Ingkris (12.01.2017 um 12:17 Uhr)

  7. #19
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    @ beiti:
    Weniger Brennweite für den grösstmöglichen Makrofaktor bedeutet eben, weniger Auszug = Objektiv weniger lang. Bzw., bei gleichem Auszug, grösserer Abbildungsmaßstab.
    Der Preis ist der kürzere Arbeitsabstand.

    Wenn also ein starkes Telezoom im max. Telebereich mit Nahfokussierung einen auffallend kurzen Arbeitsabstand erlaubt, könnte das auf eine verkürzte Brennweite hinweisen.

    Der nötige Auszug, um mit einer bestimmten Brennweite einen bestimmten Abbildungsmaßstab zu erreichen, lässt sich ja mit der obigen Formel ABM = (b/f) - 1 berechnen, die nach der Bildweite b (= Abstand vom optischen Zentrum bis zum Sensor) umgestellt wird, also b = (ABM+1) * f
    Geändert von Skeptiker (12.01.2017 um 12:15 Uhr)

  8. #20
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    Meine Antwort passt zwar nicht direkt auf den Kernpunkt der Anfrage. Aber auch ich habe mit dem Thema "Kommentare" länger gerungen und bin schließlich zu einer - für mich - optimalen Lösung gekommen. Ich verwende das Camcorder-Mikrofon ausschließlich zum Aufzeichnen des O-Tons. Meine Kommentare spreche ich erst vor dem Editing über ein gutes Mikrofon mit hoher Qualität auf einen externen Datenträger und montiere das Ergebnis dann beim Editieren ein, übrigens auch die Musikunterlegung. Das hat gegenüber dem hochgelobten "Voice Over" eine Reihe von Vorteilen. Ich kann einen Text in einem Audioprogramm (bei mir Audition) von zu langen Sprechpausen etc, bereinigen, ihn gegebenenfalls nochmals sprechen und vor allem unter exakt die Szenen setzen, die mir beim Editing am geeignetsten erscheinen.
    Kommentare von anderen Personen - z.B. Reiseleitern oder Führern - kommen dann weiterhin über den O-Ton ins Geschäft.


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