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  1. #1
    Aktiver Nutzer Avatar von Arthur
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    Idee Empfohlene Einstellungen für eine Spiegelreflex- oder Systemkamera

    Empfohlene Einstellungen für eine Spiegelreflex- oder Systemkamera. Dieser Beitrag wird aktualisiert um möglichst keine Fehler zu enthalten.

    Dies soll ein erster Hilfsschritt sein für DSLR- und Systemkamera Filmer um die ersten Hürden zu nehmen und das filmen mit den großen Sensoren zu erleichtern:

    Die folgenden Tipps sind ggf. nicht zu 100% mit jeder Kamera umsetzbar, da besonders kleinere Cams Einschränkungen in den Einstellungen haben. Wer sich das Technische nicht durchlesen möchte kann auch direkt zu Punkt B den Beispiele springen.

    A)
    1. Auflösung:

    Es steht meistens 1920x1080, 1280x720 und 640x480 zur Verfügung.
    Man sollte grundsätzlich die höhst mögliche Auflösung wählen um immer Reserven zu haben. Herunterskalieren kann man immer!

    2. Framerate
    Es stehen meist Framerates von: 24p, 25p, 30p (29,97), 50p, 60p (59,94) zur Verfügung, 50i, 60i
    Die Framerate sollte der Aufnahmesituation angepasst werden und dem Ziel des Endproduktes (Blu-Ray, DVD, Internet).

    Ziele sind:
    BluRay verwendet idR. 24p, 50i
    DVDs 25p, 30p, 50i, 60i
    Im Internet sind 30p verbreitet

    Hohe Framerates 50p, 50i, 60p, 60i sind besonders interessante wenn man sehr schnelle Bewegungen einfangen möchte oder SlowMotions produzieren möchte, da Slow Motions davon profitieren dass wenn mehr Frames zur Verfügung stehen.

    3. Shutter Speed
    Als Faustregel für den Shutterspeed bei DSLRs und Systemkameras gilt 1/2xFramerate, d.h. bei einer Aufnahme von 25p ist die ideale und dem Kinolook am ähnlichsten herankommende Verschlusszeit 1/50sek. Dies ist auf den 180 Grad Shutter aus der Filmindustrie zurückzuführen.
    Je höher die Verschlusszeit desto mehr werden bewegte Objekte eingefroren im Einzelbild. Dies kann bei schnellen Bewegungen zu unnatürlich scharfen Bildern führen und das Video wirkt "hyperrealistisch" aber nicht natürlich.

    4. Blende
    Um den höchst möglichen Filmerischen Look mit einer möglichst kleinen Tiefenschärfe und den daraus resultierenden unscharfen Hintergrund zu erreichen empfiehlt es sich die größtmögliche Blende (kleinstmöglicher Blendenwert 2.8 oder weniger) zu wählen.
    Zoom Objektive haben meist als größte Blenden Öffnung F2.8, während Festbrennweiten auch bis F0,95 gehen können und so eine extreme kleine Tiefenschärfe erlauben.

    Daher empfiehlt es sich für Film Festbrennweiten zu nutzen und Zooms die möglichst durchgehen die gleiche Blendenöffnung haben (z.B. Canon 24-70 2.8 statt 18-55 3,5-5,6).

    Je größer der Sensor der Kamera desto stärker der Effekt so wirkt eine 2.8 an einem APS-C Sensor die der Canon 7D wie eine Blende von 4.0 bei der Canon 5D MK II.

    5. ISO
    Der ISO sollte einen möglichst kleinen Wert haben um möglichst geringes Rauschen zu bilden. Je kleiner der Sensor desto kleiner sollte der ISO Wert sein. z.B. 4/3 Zoll Sensoren ISO 100-400, APS-C (Canon 550D, 7D) ISO100-800, Vollformat Sensoren (Canon5D MK II) ISO 100-1600), darüber liegende Werde verursachen meist ein zu hohes Rauschen und bedürfen einer höheren Nachbearbeitung.

    Nachtrag: Hier aber die Raucheigenschaften der Kamera kontrollieren. manche Kameras rauschen bei Iso160 tw weniger als bei ISO100. Auch schon öfters gelesen habe ich, dass man immer in 160er Schritten arbeiten soll und nur die ISO: 160,320,640,1250,1600 verwenden soll, jedoch habe ich dafür keine Erklärung gefunden warum die Kameras am wenigsten bei den ISOs rauschen aber hier ein passendes Video der Canon EOS 5DMKII und 7D dazu:
    http://vimeo.com/20239453
    http://vimeo.com/10473734

    6. Farbeinstellungen
    Um einen möglichst hohen Kontrastumfang zu bekommen empfiehlt es sich die Schärfe, Sättigung und den Kontrast weit runter zu drehen und als Farbprofil ein neutrales Profil zu wählen. So sieht im ersten Moment das Bild ehr Flau aus, jedoch lassen sich die Farben und Kontraste mit wenigen Handgriffen wieder hervorholen. Das resultierende Bild hat dann aber einen höheren Dynamikumfang und so hat man weniger ausgefressene Bereiche (wie Wolken) und mehr Details in den Schatten.

    7. Optimierungsmodi
    Viele Kameras bieten inzwischen Optimierungsverfahren wie, Vegnittierungskorrektur, Tonwert Priorität, Automatische Dynamikanpassung und und und
    Alle diese Effekte sowie auch die in Punkt 8 erwähnten Standarteinstellungen bewirken in der Regel das das Bild ehr an Dynamik verliert. Diese Effekte lassen sich meist mit Software in der Nachbearbeitung realisieren.

    Kleiner Hinweis:
    Möchte man jedoch ein möglich perfektes Bild "Out of the Camera" und möglichst gar nicht bearbeiten, so kann man die Farben etwas anpassen und mit diesen Effekten durchaus spielen. Jedoch immer nicht übertreiben, den ein ausgefranstes und übersättigtes Bild lässt sich schlechter wiederherstellen als ein zu flaues.

    8. Filter:
    2. wichtige in der Fotografie und auch im Film vorhandene Filter die man nicht durch Software realisieren kann sind: ND Filter und Polarisationsfilter. Diese gehören zu jeder guten Ausrüstung dazu und besonders im Film mit DSLRs und Systemkameras sind ND Filter fast schon ein muss, das sie nicht wie die meisten Camcorder über einen eingebauten ND Filter verfügen. Die eleganteste Lösung sind die sog. Vari ND Filter, diese basieren auf dem Polarisationsprinzip der Polfilter und können durch drehen in der Regel zwischen einem ND2 und einem ND400 stufenlos angepasst werden. Diese gibt es in der günstigen Ausführung schon ab 30,- EUR in der Teuren für ca 300,- EUR. Leider gibt es aktuell keine gute Lösungen von Herstellern wie B+W im mittleren Preissegment.


    B)
    Hier einige reale Aufnahmesituationen mit praktischen Einstellungsbeispielen:

    Familienaufnahmen zu Hause: 1080p 24p 1/50sek, F2.8-F5.6, ISO 100-400
    Familienaufnahmen draußen: 1080p 24p 1/50sek, F2.8-F5.6, ISO100-200, ND Filter ca. ND8
    Landschafts- und Naturaufnahmen: 1080p 24p, 1/50sek, F5.6-F11, ISO100-200, ND Filter ca. ND4
    Motorsport: 720p, 60p, 1/125sek, F2.8<<, ISO100-400, ND Filter
    Fußball: 1080p 30p oder 720p 60p, F2.8<<, ISO100-400, ND Filter ca. ND4
    Gebirge, Schnell Gleißendes Licht: 1080p 24p-30p, 1/50-1/60sek, F4-11, ISO100-200, ND Filter ca. ND8
    Filmlook kleine Tiefenschärfe (DoF): 1080p 24p 1/50sek, F1.0-F2.8 (35-85mm Brennweite), ISO100<<, ND Filter ca. ND8-10

    Wer noch weitere Ideen, Anregungen und Anmerkungen hat einfach dazuschreiben.

    Gruß
    Arthur

    Danke allen die helfen den Beitrag so gut wie möglich werden zu lassen.
    Geändert von Arthur (27.08.2011 um 08:07 Uhr)

  2. #2
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    Sehr schönes Tutorial fürs erste.
    Zitat Zitat von Arthur Beitrag anzeigen

    5. ISO
    Der ISO sollte einen möglichst kleinen Wert haben um möglichst geringes Rauschen zu bilden. Je kleiner der Sensor desto kleiner sollte der ISO Wert sein...
    Das stimmt nur bedingt. Grob gilt schon je geringer das Iso desto weniger Rauschen aber jede Cam "rauscht" unterschiedlich viel.
    Bei der 60d z.B die ich besitze,ist Iso 160 besser und rauschfreier als Iso 100.
    Es gibt da so ein paar gute Iso Einstellungen ,wie Iso 160 und ein paar schlechte wie z.B 100. Iso 100 soll z.b bei der 7d soviel rauschen wie Iso640. Leider weiß ich grad die "guten" und "schlechten" Iso werte nicht mehr alle

  3. #3
    Aktiver Nutzer Avatar von Arthur
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    Danke für den Hinweis,
    ich habe noch einen Nachtrag gemacht.
    Ich habe davon gehört das die "guten" ISO Einstellungen 160,320,640,1200 sein sollen, jedoch habe ich nie eine gute Erklärung gefunden warum man gerade die 160er Reihe verwenden soll. Aber das mit dem ISO 160 habe ich schon öfters gehört. Bei meiner 7D nutzte ich meist auch ISO160. Habe aber bei ISO 100 nie ein größeres Rauschen feststellen können.

    Gruß
    Arthur

  4. #4
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    Zitat Zitat von Arthur Beitrag anzeigen
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    Also da wäre ich vorsichtig - 24p für Blu Ray stimmt für Kaufscheiben, aber für selbt erstellte Scheiben nur wenn man Dinge wie Kinolook haben will. Sonst würde ich da eher 50i nehmen. Detto für DVDs.
    Lieben Gruß,
    Wolfgang
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  5. #5
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    Zitat Zitat von Arthur Beitrag anzeigen
    Danke für den Hinweis,
    ich habe noch einen Nachtrag gemacht.
    Ich habe davon gehört das die "guten" ISO Einstellungen 160,320,640,1200 sein sollen, jedoch habe ich nie eine gute Erklärung gefunden
    Ah danke für den Nachtrag.Muss die mir mal aufschreiben sonst vergess ich die wieder

  6. #6
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    Zitat Zitat von Arthur Beitrag anzeigen
    Um den höchst möglichen Filmerischen Look mit einer möglichst kleinen Tiefenschärfe und den daraus resultierenden unscharfen Hintergrund zu erreichen empfiehlt es sich die kleinstmögliche Blende zu wählen.
    Nur damit keine Missverständnisse aufkommen: Wichtig für eine möglichst geringe Schärfentiefe ist eine GROSSE (= weit offene) Blende, zu erkennen an einer KLEINEN Blendenzahl - also eher 1,4 oder 2 statt 8 oder 11.

  7. #7
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    Bernd du hast natürlich vollkommen Recht. Ich werde das auch etwas anpassen im Text...
    Danke für den Hinweis.

    Arthur

  8. #8
    Aktiver Nutzer Avatar von Arthur
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    Danke Wolfgang für den Tipp, habe ich noch eingetragen.
    Ich wusste aber gar nicht das DVDs 50i können.

    Danke
    Arthur

  9. #9
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    Noch eine kleine Verbesserung.
    Bei den zu bevorzugenden Iso werten muss es "iso 1250" heißen .
    "Iso 1200" gibt es nicht

  10. #10
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    Danke H_P stimmt!

    Zum Thema ISO habe ich noch folgendes gefunden:
    http://vimeo.com/20239453

    Ein ISO Test der Canon 7D, hier wird auch nochmals Bildhaft deutlich dass ISO 160,320,640,1600 die besten Einstellungen sind.

    Arthur

  11. #11
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    Ich seh zwar die ISO Zahlen aber ansonsten nur schwarzen Hintergrund.
    Gehört das so oder ist mein Rechner zu langsam,glaub ich aber nicht da ich die wechselnden ISO Zahlen ja erkennen kann.
    Gondolf

  12. #12
    Das gehört so :-)
    Gruß

    Hans-Jürgen

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