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  1. #1
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    NAB 2012: BMD-Full HD-Camcorder mit 12Bit-Raw-Aufzeichnung










    BMD-Blackmagic-Cinema



    Videokarten-Spezialist Blackmagic stellt auf der NAB seine erste Videocamera vor. Statt im DSLR-Look geht die Firma einen Schritt in punkto Unbedienbarkeit weiter und baut hinter die PL-Mount-Linse eine Kompaktkameraschachtel. Immerhin aus Aluminium.
    Die inneren Werte freilich lesen sich professionell: 12 Bit-Aufzeichnung in DNG-Raw (ähnlich wie bei Canons neuer C500), dazu Avid und Apple Pro Res-Format...





  2. #2
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    Blackmagics 'RED' FOR ALL

    Mein in der ersten Begeisterung über diese Neuheit verfasster Beitrag findet sich hier:
    http://www.videoaktiv.de/forum/threa...f%C3%BCr-2995?

    Nach der Lektüre obigen Artikels kommt ergänzend noch folgendes hinzu:

    Schade, dass der Sensor nicht etwas grösser ist!

    Trotzdem: Mit ihrer professionellen, gemässigten Kompression (kein AVCHD H264 !) ist diese Kamera ein Schritt in die richtige Richtung - weg von Kompressionsartefakten, zu niedrigen Datenraten, Geschwindigkeits-Problemen am Schnittplatz und der Notwendigkeit zur Umrechnung in ein brauchbares Schnittformat..
    Das ist quasi Blackmagics 'RED' als Alternative zur mittlerweile etablierten Ex-Revolutionärin RED und zu Canons elitären (Preise!) Neuvorstellungen.

    Nachtrag Juni 2012:
    Fairerweise muss man hier auch die Ikonoskop A-cam dII erwähnen, die mit einem ähnlichen Konzept bereits Ende 2011 erschienen ist.

    Nachtrag 2 (Ende Juni 2012):

    Und ebenfalls sei erwähnt, dass die im April 2010 erschienene Arri Alexa ebenfalls Full HD mit Apple ProRes aufzeichnet. Und mit 2880 x 2160 Pixeln (netto = genutzt) wie die Blackmagic Cinema Camera einen etwas grösseren Chip dazu verwendet, als für 2K-Aufzeichnung nötig wäre (also ebenfalls 2K-'Downsampling' macht). Und seit Frühjahr 2012 alternativ zu ProRes auch in Avid DNxHD aufzeichnen kann, oder - etwas umständlich per externem Recorder - auch in RAW (ArriRaw). Etwas, was die RED Kameras von Haus aus machen (REDCODE RAW), von denen die RED EPIC mit einem Trick sogar einen Dynamikumfang von 18 Blenden (ohne HDR 13 Blenden, die Arri 14) liefern kann, indem per HDR-Schaltung (High Dynamic Range) synchron jeweils 2 Bilder mit unterschiedlicher Belichtungszeit aufgezeichnet werden.
    Aber das sind andere Preisregionen !
    Geändert von Skeptiker (28.06.2012 um 12:21 Uhr) Grund: Nachtrag 2

  3. #3
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    Bildrauschen ?

    Ich habe für einige Kameras die Anzahl Pixel pro Chip-Fläche ausgerechnet (Pixel pro Quadratmillimeter).

    Dies als Anhaltspunkt, wie rausch-anfällig theoretisch das unbearbeitete Bild des Kamera-Chip ist. Je mehr Pixel pro mm2, desto kleiner die Fläche eines Pixels, desto geringer die Lichtempfindlichkeit pro Pixel, desto grösser die notwendige elektronische Verstärkung mit Bildrauschen.

    Natürlich hängt die letztendliche Bildqualität bei Dämmerlicht auch davon ab, wie gut die Kamera-Software bzw. der Bildprozessor die rohen Bilder nachträglich entrauscht. Die Kunst ist hier, das Rauschen zu entfernen, ohne dass die Bild-Details (Bildschärfe) verloren gehen.

    Pixel
    pro mm2


    Canon EOS-1D C:
    20736 ... (5184 x 3456 Pixel, 36 x 24 mm)

    Blackmagic Design:
    24200 ... (2432 x 1366 Pixel, 15.6 x 8.8 mm)

    Canon EOS C500:
    28187 ... (4096 x 2160 Pixel, 23.6 x 13.3 mm)

    Nikon D800:
    41843 ... (7360 x 4912 Pixel, 36 x 24 mm)

    Olympus E-M5:
    70810 ... (4608 x 3456 Pixel, 17.3 x 13 mm)
    Geändert von Skeptiker (17.04.2012 um 18:31 Uhr)

  4. #4
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    Zitat Zitat von Skeptiker Beitrag anzeigen
    Ich habe für einige Kameras die Anzahl Pixel pro Chip-Fläche ausgerechnet
    Blackmagic Design: 41387 ... (2592 x 2192 Pixel, 15.6 x 8.8 mm)
    Im Fall der BMD Cinema ist deine Rechnung etwas irreführend, denn du kombinierst die Gesamtauflösung nur mit der kleineren, effektiv genutzten Sensorfläche. Die Daten sehen aber so aus:

    2592 x 2192 Pixel auf 16,64 x 14,04 mm (absolut)

    2432 x 1366 Pixel auf 15,6 x 8,8 mm (effektiv genutzt)

    Damit kommt man auf eine Größenordnung von nur noch ungefähr 23300 Pixel pro Quadratmillimeter, was im Vergleich doch schon viel besser aussieht.

  5. #5
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    Korrektur

    Hallo Bernd,

    Danke für den Hinweis !
    Das macht in der Tat einen Unterschied: Glücklicherweise zum Besseren!

    Es heisst also richtig:

    Blackmagic Design:
    24200 ... (2432 x 1366 Pixel, 15.6 x 8.8 mm) - Hinweis: Ich habe es oben in der Tabelle korrigiert!

    Damit werden auch die recht guten Low Light-Ergebnisse plausibler, die auf dem Vimeo-Link zu sehen sind, den wir Deinem ersten Beitrag zur Blackmagic-Kamera verdanken.

    Freundlicher Gruss
    Skeptiker
    Geändert von Skeptiker (17.04.2012 um 18:32 Uhr)

  6. #6
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    Warum ist der Blackmagic-Sensor nicht grösser ?

    Dies ist ein Versuch, die relativ kleine, nutzbare Sensor-Fläche von 15.6 x 8.8 mm der Blackmagic-Kamera zu verstehen. Falls ich mit meinen Erklärungen daneben liege, freue ich mich über Korrektur-Vorschläge. Sollte der ganze Beitrag irreführend oder falsch sein, kann ich ihn wieder löschen.

    Angenommen für das Filmen in 1920 x 1080 Full HD (2K) würde jeweils auch ein Chip-Ausschnitt von dieser Grösse benutzt (was normalerweise falsch ist - siehe unten!), d. h. 1920 Pixel breit und 1080 Pixel hoch, dann liesse sich folgendes berechnen:

    1. Die Chip-Breite in mm für 1920 Pixel
    2. Die Chip-Höhe in mm für 1080 Pixel
    3. Der Crop-Faktor = 36 mm geteilt durch Chip-Breite in mm

    B x H (mm) und Crop-Faktor (Achtung: Nur theoretisch, siehe weiter unten!)

    Canon EOS-1D C:
    13.33 mm x 7.50 mm - Crop-Faktor 2.70 (für 35mm Foto-Objektive)
    Blackmagic Design:
    12.32 mm x 6.96 mm - Crop-Faktor 2.92
    Canon EOS C500:
    11.06 mm x 6.65 mm - Crop-Faktor 3.25
    Nikon D800:
    9.39 mm x 5.28 mm - Crop-Faktor 3.83
    Olympus E-M5:
    7.21 mm x 4.06 mm - Crop-Faktor 4.99

    Es sieht aber so aus, als ob diese 1:1-Zuordnung "1 Aufnahme-Pixel auf Chip = 1 Full HD-Pixel Output" nicht stimmt - ausser vielleicht für Blackmagics Cinema Kamera.

    Z. B. die Canon EOS-1D C benutzt zum Filmen in Full HD entweder die volle Chip-Breite von 36 mm oder wahlweise eine Super 35mm-Chipbreite von 23.6 mm. Das heisst, die Roh-Aufnahme wird in jedem Fall für den Output nachträglich auf 1920 x 1080 Pixel Full HD heruntergerechnet.

    Für die Nikon D800 habe ich unter
    http://www.slashcam.de/news/single/L...ert--9791.html
    folgendes gefunden:
    Zitat:
    ... Videofunktion der Nikon D800: Zunächst findet ein Sensor Crop von 6720x 3780 Punkten statt (Crop-Faktor 1.095).
    Danach wird jede dritte Zeile ausgelesen mit allen horizontalen Bildpunkten (Lineskipping), welches in einem 6720x1260 RGGB Bayer Pattern resultiert, das demosaikt werden kann. Das 2240x1260 RGB Bild wird danach 7:6 zu einem 1920 x1080 Bild in finaler Auflösung gesampelt.
    Zitat Ende

    Puuhh, wer hätte gedacht, dass es so kompliziert ist. Aber Achtung: In den Kommentaren zu obigem Text werden schon wieder Zweifel laut, ob es wirklich SO ist.

    Ich nehme an, dass das Gleiche auch für die Canon C500 und die Olympus E-M5 gilt, dass also zunächst +/- die ganze Chip-Grösse für Full HD Video verwendet wird und anschliessend auf 1920 x 1080 Pixel heruntergerechnet wird.

    Bei der Blackmagic Cinema Kamera könnte das anders sein: Hier wird zwar für RAW-Video der ganze nutzbare Chip-Bereich von 2432 x 1366 Pixel (Aspect Ratio = 16:9, Crop-Faktor 2.3 für Vollformat-Objektive) genutzt, aber für Full HD (Apple ProRes Codec und Avid Codec) vielleicht nur ein Chip-Bereich von 1920 x 1080 Pixeln (Aspect Ratio = 16:9 mit Crop-Faktor 2.9 für Vollformat-Objektive). Wenn das stimmt, würde hier gelten: 1 Chip-Pixel = 1 Video Output-Pixel, keine Grössen-Umrechnung zur Video-Ausgabe nötig.
    Allerdings lässt folgender Satz in der Produkt-Beschreibung: "High resolution 2.5K sensor allows improved anti aliasing and reframing shots" Zweifel aufkommen, ob nicht doch stets die volle nutzbare Chipgrösse von 2432 x 1366 Pixeln zur Aufnahme verwendet und erst zum Video Output auf Full HD-Grösse umgerechnet wird. Dem widerspricht dann aber der Satz in den 'Technical Specifications': "All compressed recording in 1920 x 1080 10-bit YUV".

  7. #7
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    Blackmagic: Wird das Video für '2K compressed' intern herunterskaliert ?

    Ich beziehe mich auf den letzten Abschnitt meines vorherigen Beitrags:

    Unter http://vimeopro.com/johnbrawleytests...-cinema-camera finden sich erste Testaufnahmen mit der BMD (Blackmagic Design) Cinema Camera (von Bernd E. bereits zuvor verlinkt).

    Der Artikel zu den Aufnahmen und zudem Antworten zu Forumsfragen findet sich hier:
    http://johnbrawley.wordpress.com/201...-from-the-top/

    Ich habe den Autor, John Brawley, gefragt, ob bei einer komprimierten Aufzeichnung, also mit Apple ProRes oder Avid DNxHD, die immer in 2K mit 1920x1080 Pixeln gemacht wird, nur dieser Bereich auf dem Chip benutzt wird (1:1 Pixel-Zuordnung) ?

    Die Antwort ist: Nein, es wird immer der ganze, aktive Chip-Bereich von 2432 x 1366 Pixeln benutzt und anschliessend für 2K herunterskaliert.

    Das würde auch bedeuten, dass der Crop-Faktor (Bild-Beschneidung) gegenüber 35mm Foto-Vollformat 2.3 (diagonal 2.4) ist.

    Bleibt zu hoffen, dass die Kamera in Zukunft auch einen FT (Four Thirds) oder MFT (Micro Four Thirds) Anschluss bietet, denn diese Optiken sind für einen aktiven Chip-Bereich (Olympus E-M5) von 17.3 x 13 mm (Seitenverhältnis 4/3) konstruiert.
    Damit müsste man die Brennweiten-Angaben auf einem MFT-Objektiv nur mit Faktor 1.21 (Verhältnis der aktiven Chip-Diagonalen) multiplizieren, wenn es an der BMD Cinema verwendet würde.

    So würde also aus einem 24 mm (Vollformat-Angabe) Weitwinkel ein 29 mm Weitwinkel.
    Zum Vergleich: Mit Crop-Faktor 2.3 (Canon EF-Vollformat-Objektive) würde daraus ein 24 x 2.3 = 55 mm Objektiv.
    Geändert von Skeptiker (21.04.2012 um 16:33 Uhr)

  8. #8
    Zitat Zitat von Skeptiker Beitrag anzeigen
    Bleibt zu hoffen, dass die Kamera in Zukunft auch einen FT (Four Thirds) oder MFT (Micro Four Thirds) Anschluss bietet, ...
    Ich denke, wer mit so einer Kamera filmt wird auch entsprechend hochwertige Objektive nutzen wollen.
    Ob die von dir genannten das bieten vermag ich aber nicht zu sagen.
    Es wird aber schon einen Sinn haben, dass etliche der neuen Kameras einen EF Bajonett haben.

    Aber anstatt zu spekulieren warten ich lieber auf entsprechende Berichte aus der Praxis, dazu muss das Ding aber erst einmal erhältlich sein.
    Gruß

    Hans-Jürgen

  9. #9
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    Lieferbarkeit und Praxistest

    Gemäss J. Brawley könnte es Juli werden.
    Und die Praxis-Bewährung steht noch aus, zweifellos.

    So gibt es ausser Vorschuss-Lorbeeren auch bereits zahlreiche Wünsche und Bedenken:
    Neben der angesprochenen Sache mit dem Objektivanschluss und dem zu grossen Crop-Faktor, auch ...
    ... die fix eingebaute Batterie von höchstens 2 Stunden (aber externe Batterie möglich)
    ... oder das allgemeine Handling mit Touch Screen und praktisch ohne Bedienungselemente
    ... oder auch das Rolling Shutter-Verhalten durch nicht besonders schnelles Auslesen des Aufnahme-Chips (R.S. soll gemäss Brawley im guten Durchschnitt liegen)
    ... oder auch das Fehlen von XLR-Audio-Eingängen, die sich manche wünschen (immerhin sind die Klinken-Eingänge symmetrisch und es gibt XLR-Adapter), am liebsten mit Mikrofon-Strom (dem steht wohl die jetzt schon kurze Batterie-Dauer entgegen)
    ... und anderes.

    Warten wir's ab - ich bin gespannt.

    Freundlicher Gruss
    Skeptiker

  10. #10
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    Die Zukunft ?

    Ich habe mich etwas im Internet umgesehen und Meinungen zur Blackmagics Neuerscheinung (etwa ab Juli 2012) gelesen.

    Viele anerkennen BMDs Bemühen, etwas Praktisches, erfrischend Neues, ja sogar Revolutionäres auf den Markt zu bringen. 12bit unkomprimiertes 2.5K HD Video inkl. professionelle 'Color Grading' Software für 3K US Dollar - das gab es bisher nicht.

    Im Prinzip besteht die BMD Cinema Camera aus 3 Teilen, die in einem Gehäuse mit Objektiv-Anschluss verpackt sind, das etwas an die Agfamatic Kompaktkameras aus den 70er-Jahren erinnert:

    Sensor-Chip,
    SDD-Drive,
    quergestelltes 5 Zoll-Mini-Pad 800x480 mit Touch Screen.

    Apropos Agfamatic 100 (1971):
    Markenzeichen war der rote Sensor-Auslöser und das Design zwischen rund und eckig mit rundumlaufendem, silbernen Metallrahmen.
    Ansonsten:
    Einlinsige Fixfocus-Optik mit fixer Blende 11 und 42 mm Brennweite.
    2 Belichtungszeiten: 1/40 Sek. für bewölkt und 1/80 Sek. für sonnig.
    Neupreis: 130 DM

    Tja - so einfach kann fotografieren sein !

    Zurück zur Blackmagic Design Cinema Camera:
    Es gibt jetzt schon zahlreiche Wünsche und Verbesserungsvorschläge für einen Nachfolger:

    Ein grösserer Sensor,
    z.B. APS-C (Sony) bzw. DX (Nikon) bzw. Super 35 (z.B. Canon C500) mit ungefähr 23.7 mm × 15.6 mm
    oder sogar 36 x 24 mm Vollformat.

    4K Video wie Canons neue Modelle EOS 1D C und EOS C500

    mehr Bedienungselemente am Gehäuse

    möglichst wenig Rolling Shutter-Probleme, d.h. möglichst schnelles Auslesen des Aufnahme-Sensors (oder CCD statt CMOS).

    Höhere zeitliche Auflösung, d.h. 60p (50p) statt nur 30p - wenn nicht in Full HD, dann wenigsten mit 720p.


    Was generell auffällt:
    Blackmagics Internetseiten erinnern an die von Apple.
    Das könnte man auch vom geradlinigen, minimalistischen Produkt-Design sowie den verwendeten Materialien sagen.
    Verstärkt wird dieser Eindruck noch durch die intensive Verwendung von Apples neuem Thunderbolt-Anschluss und durch die neue Verwendung des Apple ProRes Codec (neben Avids Codec) für BMDs externe SSD-Speicherbox 'Hyperdeck Shuttle' sowie jetzt auch in der Cinema Cam.

    Ich hege etwas die Befürchtung, Apple könnte angesichts seiner riesigen Bar-Reserven (man liest von gegen 100 Milliarden (englisch 'Billions') US Dollar - 'Apple hat mehr Geld als der US-Staatshaushalt' war im Aug. 2011 eine Schlagzeile, als die USA daran waren, mit noch verbleibenden 73,8 Milliarden USD Reserve ihre selbstgesetzte Schuldengrenze zu erreichen) und der innovativen Blackmagic-Neuerungen auf den Gedanken kommen, sich diese Firma einzuverleiben.

    Das wären dann schlechte Nachrichten für mich und ich kann nur hoffen, dass das nicht passiert.

    Warum ?

    Apples Tendenz zu abgeschlossenen, proprietären Systemen (Bsp. iPhone), zu Geheimniskrämerei und Eigenwilligkeit statt Dialog und Kundenorientiertheit (Beispiel FCP X-Einführung) scheint mir etwas mit Blackmagics Offenheit, Unbekümmertheit und Innovationskraft zum fairen Preis zu kollidieren.
    Ich hoffe also, dass die Australier ihre Unabhängigkeit bewahren und damit ihre Orientierung an den Bedürfnissen von Video-Enthusiasten und -Profis. Und dass sie die Ausrichtung ihrer Produkte nach den Erfordernissen für qualitativ hochstehendes, flexibles und einfaches Datenhandling beibehalten.
    Dann ist Blackmagic Design bestimmt auch in Zukunft für eine erfreuliche Überraschung gut !

    P.S.:
    Und wenn sich die japanischen Kamerahersteller durch BMD nun herausgefordert fühlen, ihren H.264 Codec oder ihre SD-Speicherkarten oder ihre Preispolitik (Canon) im Pro-Bereich ebenfalls mal auf den Prüfstand zu stellen, kann das nur von Vorteil sein.
    Die RED-Revolution (und dann auch Ende 2008 die Canon EOS 5D Mark II) hat 2007 das Filmen mit grösseren Sensoren gebracht, vielleicht bringt die BMD-Revolution das Verwenden schnellerer und grösserer (Speicherplatz) SSD-Speichermedien und die Ablösung zu hoher und unpraktischer MPEG-Kompression bei der Bildaufzeichnung zugunsten schnitt- und qualitätsfreundlicherer Formate !
    Geändert von Skeptiker (22.04.2012 um 11:50 Uhr)

  11. #11
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    Hallo Skeptiker ich weis ehrlich gesagt nicht wie du auf das kommst da BM die Cam Appleproprietär entwickelt und vermarktet.

    Thunderbolt wurde von Intel mit Apple gemeinsam entwickelt und hatte ein Jahr die Garantie diese Schnittstelle vor der offiziellen Verwendung durch andere Plattformen verkaufen zu dürfen. Das Jahr ist schon Anfang des Jahre herum gewesen. Es gibt schon Laptops die diese Windows basierend einsetzten. Das Intel die Bausteine auf der Ivy Plattform mit USB Kontrollen zusammenstoppelt liegt nicht an Apple den auch Apple wartet auf die neue IVY Bridge um mit den neunen Macbooks, iMacs und vermutlich auch MAC Pros in Produktion gehen zu können.

    BM hat ja nicht nur Thunderbolt als Schnittstelle ausgewählt sondern auch SDI welches den Standard im der Broadcastszene darstellt. Einer Verwendung von SSD Platten via USB3 Station eingespielt in den PC steht auch nichts im Wege.

    Davinci selbst ist für beide Plattformen verfügbar und am MAC und am PC fungiert bei ADOBE CS das CinemaDNG Plugin als Schnittstelle.
    Das du aus Resolve heraus auch in andere Formate exportieren kannst unter anderem auch DNXHD oder PRores444 ist doch nur die konsequente Weiterführung in einem Professionellem Umfeld. Ich möchte dir deine Voreingenommenheit zum Thema Apple auch gar nicht ausreden, aber in diesem speziellen Fall muss ich dir widersprechen.. du bist mit der Lösung von BM OFFEN für alles weitere, ob der Workflow nun einfach oder Aufwändig ist bleibt dahingestellt..

    hier auf Slashcam plaudern sie gerade recht kompetent darüber..

    http://forum.slashcam.de/1-vt98955.h...r=asc&&start=0

  12. #12
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    Hallo motiongroup,

    Danke für die Rückmeldung und die Hinweise zu Thunderbolt & Da Vinci.

    Mag sein, dass Apple in meinem vorherigen Beitrag etwas flach weggekommen ist.
    Ich selbst bin als langjähriger Apple User tatsächlich voreingenommen und habe mit dem Powerbook 145 b (passiver Bildschirm 640x400 mit 4 Graustufen) damals eines der frühesten Apple Notebooks mein Eigen nennen dürfen.
    Ich benutze nach wie vor gerne Apple Computer, bin aber weniger ein glühender Verehrer als eher ein meist zufriedener Benutzer und neutraler bis kritischer, aber dennoch gutwilliger Beobachter.

    Zu Windows bin ich erst später beruflich gekommen und habe dabei Windows XP mit seiner schlichten und funktionellen Oberfläche schätzen gelernt.

    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich Dich richtig verstehe.
    Ich wollte mit meinem Beitrag einfach andeuten, dass Apple mit seinem übervollen Portemonnaie auf die Idee kommen könnte, wieder einmal eine Firma einzukaufen, und da schien mir Blackmagic Design ein passendes Objekt.

    Und dann habe ich mir vorgestellt, was es für Blackmagic bedeuten könnte, wenn sie es täten.

    Vielleich bin ich dabei etwas pessimistisch gewesen. Irgendwie war mir das Beispiel Emagic 'Logic' vor Augen - früher mal wie Steinbergs 'Cubase' für Mac & PC erhältlich, nach dem Einkauf durch Apple 2002 nur noch für den Mac.

    Bei Thunderbolt fiel mir einfach auf, dass dieser Anschluss mittlerweile an jedem Mac vorhanden ist, aber an Windows Computern erst langsam kommt. Hoffentlich ändert sich das, wie ich mir übrigens auch den USB-3 endlich am Mac wünsche.

    Du schreibst:
    Zitat Zitat von motiongroup Beitrag anzeigen
    .. du bist mit der Lösung von BM OFFEN für alles weitere, ob der Workflow nun einfach oder Aufwändig ist bleibt dahingestellt ...
    Genau diese Offenheit wollte ich an BMD positiv hervorheben und meine Hoffnung ausdrücken, dass es so bleibt.

    Mit freundlichem Gruss & danke für den Link !
    Skeptiker

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