Hallo Jan,
Es stimmt, wenn Du schreibst "Die effektive Blendenöffnung ... ist nicht bei jeder Brennweite gleich".
Deshalb habe ich im meinem letzten Beitrag ja auch 'Deine' Formel und Dein Beispiel benutzt, um die effektive Blendenöffnung für das 50 mm-Objektiv (ergab 9 mm) und das 200 mm-Objektiv (ergab 36 mm) auszurechnen.
Und von oben in zwei Zoom-Objektive geschaut, die gegen ein weisses Blatt Papier gerichtet waren, habe ich auch. Und dabei beim Zoomen beobachtet, wie sich der Durchmesser des Blendenbilds von Weitwinkel nach Tele vergrössert hat. Ich habe sogar versucht, den virtuellen Durchmesser von oben mit einem Lineal zu messen (und zusätzlich mit einer Taschenlampe reingeleuchtet, um unten den hellen Kreis auf dem Papier zu messen) - schwierig.
In einem Punkt liegst Du falsch: Das Licht, das bei einer bestimmten Blende (bei sonst gleichen Bedingungen, wie Belichtungszeit, Motivhelligkeit, Film-/Chip-Empfindlichkeit) durchs Objektiv auf den Film oder Sensor gelangt, ist NICHT von der Brennweite abhängig.
Siehe dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtwert (Du hast diesen EV-Wert in einem früheren Beitrag selbst mal erwähnt).
Zitat:
"Lichtwert (LW) oder engl. Exposure Value (Ev bzw. EV) bezeichnet in der Fotografie und Fotometrie eine Schar von Kombinationen von Blendenzahl und Belichtungszeit, die zueinander äquivalent sind, die also – bei gegebener Motivhelligkeit – gleich viel Licht auf den Film oder Bildsensor gelangen lassen."
oder beispielsweise hier:
http://www.foto-kurs.com/kamera-blende.php
Zitat:
"Wichtig ist: Der Blendenwert f/4 lässt z. B. immer gleich viel Licht durch, egal was für ein Objektiv genutzt wird. Wird also bei einem Weitwinkelobjektiv der Blendenwert f/4 gewählt, kommt genauso viel Licht durch wie bei einem Teleobjektiv mit dem eingestellten Blendenwert f/4."
Mit freundlichem Gruss
Skeptiker


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