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Die Technik
Da vor vier Jahren die ersten hochauflösenden Videokameras auf dem Markt waren, wurde meine lte 16-Millimeter-Kamera gegen eine handliche Sony HDR-FX 7 ausgetauscht. Bei ersten Testwanderungen im Deister nahe meinem Wohnort Hannover machte ich mich mit der Bedienung vertraut und testete die Bildeinstellungen. Das war wichtig, denn für einen langen Film ist ein gewisser „Look" einfach notwendig.
Professionelle Film- und Fernsehproduktionen gleichen Szenen im Aussehen einander an. Das wollte ich auch, doch eine teure Lichtbestimmung konnte ich mir nicht leisten. Die Tricks stehen in normalen Schnittprogrammen auch nicht einfach zur Verfügung. Ich habe deshalb darauf geachtet, nur bei ähnlichen Lichtsituationen zu filmen und ganz klassisch das Morgenoder Abendlicht ausgenutzt. Daher erreicht der Film schon durch die Aufnahmen eine ausgewogene Stimmung – woran ein gütiger Wettergott allerdings nicht ganz unschuldig ist. Zwischen 10 und 15 Uhr legte ich die Kamera aber konsequent aus der Hand. Um den Charakter meiner Reise zu unterstreichen, wollte ich „Jakobsweg" komplett mit einem Schwebestativ drehen. Man wandert schließlich, und ich fand, das sollte man auch erleben. Durch den Test in VIDEOAKTIV 3/2007 wurde ich auf das Merlin aufmerksam. Das Stabilisierungssystem erschien klein und leicht genug, um es die ganze Zeit beim Wandern im Rucksack mit dabeihaben zu können.
Bald merkte ich: Die meditative Bildruhe, die mir vorgeschwebt hatte, lieferte das Merlin nicht ganz. Besonders Wind machte ihm zu schaffen. Dafür sahen die Aufnahmen, die ich mit ihm beim Wandern drehte, umso authentischer aus. Daher war das Stativ (wenigstens im Nachhinein betrachtet) die perfekte Wahl gewesen.
Weil ich mich nicht nur auf das eingebaute Mikrofon verlassen wollte, nahm ich die Interviews immer parallel mit einem Edirol-Taschenrecorder R-09 HR auf, der damals gerade neu auf den Markt gekommen war. Ob ich denn überhaupt schon Ahnung von Filmschnitt hätte, fragte man mich bei der Firma inside-media, wo ich mir den Schnittcomputer kaufte. Meine Antwort: „Ja, aber nicht am PC". Ich wollte deshalb ein Programm, mit dem ich schon nach kurzer Einarbeitung loslegen konnte. Daraufhin wurde Edius 4 auf dem neuen PC installiert. Eine gute Wahl, schon nach kurzer Zeit hatte ich das Programm verstanden.
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