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iPhone-Spezial 4: Videoschnitt mit dem iPhone und iPad

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Videoschnitt auf dem Smartphone – so lässt sich doch kein Film produzieren, oder? Doch! Und das geht erstaunlich gut. VIDEOAKTIV hat zwei Schnitt-Apps von Apple (iMovie) und Avid (Studio) getestet. Die Ergebnisse sehen Sie hier.

Webvideos sind aus dem Netz nicht mehr wegzudenken. Doch wer auch nur ein bisschen ernsthaft über das eigene Videos fürs Internet nachdenkt, kommt kaum auf die Idee, ungeschnittene Clips online zu stellen – auch wenn bei vielen YouTube-Videos genau das passiert. Aber die Videobearbeitung ist inzwischen so schnell und einfach, dass es schlicht lächerlich ist, die wenigen nötigen Schritte zum Schnitt nicht zu gehen. Standardmäßig kann man bereits auf Smartphones und Tablets Clips trimmen – doch nicht schneiden. Deshalb haben wir uns die verschiedenen Werkzeuge für den Schnitt auf mobilen Geräten genauer angesehen. Wir erklären, wie es geht, worauf es ankommt – und wo die Grenzen liegen.

Apple iMovie-App

Apple selbst hat mit iMovie die wohl bekannteste Applikation für iPhone und iPad. Sie greift direkt auf die integrierte Kamera zurück und erlaubt so die Aufzeichnung. Alle mit dem iPhone aufgezeichneten Videos liegen im direkten Zugriff. Nutzt man iMovie auf dem iPad, wird die Übertragung der Daten etwas komplizierter (siehe Kasten rechts), aber dafür hat man dank des größeren Displays etwas mehr Übersicht. Wobei man Apple zugestehen muss, die Oberfläche auf dem iPhone sehr clever arrangiert zu haben.

Wie man es von iMovie kennt, kann man bereits in der Bibliothek trimmen und dann den Clip ins Storyboard ziehen. Mit dem Finger angetippt, bekommt ein Videoclip im Storyboard zwei rote Ziehhebelchen, mit denen man die Einstellung noch mal anpassen kann. Knackpunkt ist, dass ein bildgenauer Schnitt nicht klappt, denn selbst mit Feingefühl ist bestenfalls das Trimmen in 0,2-Sekunden-Schritten möglich, was somit immer gleich mehrere Bilder sind. iMovie arbeitet auf den mobilen Geräten mit acht Projektvorlagen. Als Standard überblendet die App Clips, auf Wunsch kann man einen „Effekt aus dem Thema" wählen und in Halbsekunden- Schritten die Effektlänge wählen.

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Storyboard: Auf dem kleinen Display findet Apple immerhin Platz für kleine Bildchen der Clips, sowie eine Musik- und eine Kommentarspur. Da könnte sich mancher Camcorder etwas abschauen.

Schneiden, nur mal so zum Spaß - das klappt mit iMovie hervorragend und ist allemal besser, als nichts zu machen, beziehungsweise ungeschnittenes Material vergammeln zu lassen.

+ einfache Handhabung

+ 1080p Videoausgabe

- kein bildgenauer Schnitt

- wenig Effekte

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Kombination: Avid bietet storyboard und Timeline gleichzeitig. Mit zwei Fingertipps in den leeren Bereich verkleinert die App den Timelinebereich, mit zwei Fingern kann man das Projekt wieder auf den Bildschirm einpassen.

Die Idee mit dem Projektaustausch zwischen App und Schnittprogramm ist gut, die Oberfläche ebenfalls. Was nervt, sind die Abstürze, die zurzeit die Fertigstellung unmöglich machen.

+ bildgenauer Schnitt

+ Projektübernahme auf den PC

- Abstürze bei Full-HD

- nur 720p-Ausgabe

Die mitgelieferte Musik ist, wie bei allen
Schnittprogrammen, relativ beliebig, doch man kann auf die gesamte eigene Musikbibliothek zurückgreifen. Der eigene Kommentar wird direkt ins Projekt eingesprochen, wobei er im Test allerdings übersteuert aufgezeichnet wurde, obwohl die Pegelanzeige das nicht signalisierte.

Vom Titler darf man nur einfachste Beschriftung erwarten. Der fertige Film landet dann als Projekt in iTunes, als HD-Film (1080p) auf dem mobilen Gerät oder direkt bei YouTube, Vimeo oder Facebook.

Avid Studio für iPad

Wenn Schnittspezialist Avid mit einer Schnitt-App kommt, darf man durchaus etwas Besonderes erwarten. Basis ist das vor gut einem Jahr präsentierte Avid Studio, das Besondere an dieser App der Projektaustausch. Die Idee: Man schneidet mobil auf dem iPad und macht die Feinheiten dann am Rechner. Dazu liefert Avid ein kostenfreies Importwerkzeug. Dabei erwartet die App die Videos nicht nur im Bilderordner, sondern nimmt sie auch über den Filmordner der Mediathek entgegen. So kann man auch einen ganzen Ordner über den gleichnamigen Menübefehl „zur Mediathek hinzufügen". Die Medienbibliothek in Studio wird dann beim nächsten Start aktualisiert. Aber Achtung: Wer die Medien vom iPad löscht und das Projekt startet, hat es dauerhaft beschädigt.

Avid liefert eine einfach zu bedienende Kombination aus Storyboard und Zeitleiste, die das Trimmen sehr einfach macht. Die bereits aus Pinnacle Studio bekannten Effektvorlagen „Montage" sind ebenfalls dabei und erlauben bis zu vier Videoclips in einem Bild! Auch bei den Titeln kann man auf mehrere Vorlagen zurückgreifen und bekommt ein ordentliches Schriftangebot. Der Haken: So viele Videoclips und Animationen fordern die Berechnung für eine flüssige Vorschau. Und genau hier hakt es: Bei mehren Full-HD Videoebenen stürzt die App hin und wieder ab. Die HD-Berechnung klappt maximal in 720p. Facebook und YouTube lassen sich direkt bedienen oder ein Projekt samt Medien für die Weiterbearbeitung am PC packen.

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