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Wer ernsthaft filmen will, greift zu einem massiven Metallhalter, der es unter dem Namen OWLE schon zu einiger Berühmtheit gebracht hat, nun aber als mCAM von einer Firma namens ALM hergestellt wird. Der Doppelgriff des Systems, in das das iPhone fast bruchsicher eingebettet ist, beruhigt beim Filmen aus der Hand. Und in jedem Griffende sitzt ein Stativgewinde, zur variablen Befestigung. Zudem können Vorsatzlinsen mit 37-Millimeter-Gewinde aufgeschraubt werden. Wir testeten die mitgelieferte Set-Optik mit 0,45-fachem Weitwinkel, das somit Brennweiten von rund 30 Millimeter ermöglicht. Das Ergebnis: Die Schärfe blieb bis zum Rand erhalten, eine tonnenförmige Verzeichnung musste aber in Kauf genommen werden.
Bei der Firma Schnittpunkt in Köln (shop. schnittpunkt.de), gibt es einen praktischen Rucksack, in dem außer dem mCAM und der Optik gleich noch das Røde VideoMic Pro und ein LED-Lämpchen samt Aufsteckgriff stecken. Ein leichtes Manfrotto-Videostativ wird ebenfalls mitgeliefert, und so entsteht eine professionelle iPhone-Produktionseinheit, für die Schnittpunkt 526 Euro (ohne Mehrwertsteuer) verlangt.
Weniger hoch, dafür flexibler zur Befestigung des iPhone in beinahe allen Lebenslagen ist das Cullmann Flexx-Kit. Ein stabiles Ministativ, ein Saugnapf und eine Uni-Klemme stecken in einem kleinen Wickeletui, das auch noch in den Rucksack passt. Minuspunkt ist eine Plastikklemme, die für das iPhone zu schwach ausgelegt ist; aber sie hilft beim Befestigen von Reflektoren oder Schattentoren, denn Gegenlicht mag das iPhone gar nicht.
Ein Clou ist das Schwebestativ Smoothie von Tiffen – ein echtes Steadicam vom Originalhersteller. Das iPhone klickt per Schnellverschluss in die Stativplattenaufnahme. Dieses Schwebestativ funktioniert nahezu perfekt, leider zeigt es im Test bei Vorbeifahrten im Auto auch deutlich die Neigung zu Rolling-Shutter-Verzerrungen.
FAZIT
Technisch ist die Kamera im iPhone eine Überraschung. Wird sie ruhig gestellt, sind technisch einwandfreie Ergebnisse möglich. Die Bildschärfe der kleinen Optik überzeugt, weniger die variable Bildrate und der Autofokus. Das Zoom wird vermisst, die Vorsatzlösungen sind nur die halbe Miete. Die Versuche, mit cleverem Bonsai-Zubehör aus dem iPhone gute Ergebnisse hervorzulocken, machen Freude und geben dem Videohobby Impulse. Gleichzeitig sind aber mit entsprechenden Hilfsmitteln auch professionelle Ergebnisse für Webanwendungen möglich. Die meisten Einsteiger- Camcorder und No-Name-Pocket- und Billiggeräte haben ausgedient.
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