Jahreszeiten ziehen im Zeitraffer vorbei, Wolken bilden sich und tanzen zur Musik, Wälder werden von sich bildenden Nebelschwaden umschlungen. Sogar die Sterne ziehen so hell und klar am Zuschauer vorbei, dass jede Sternschnuppe zu sehen ist In Ausgabe 1/12 von VIDEOAKTIV untersucht unser Autor Moritz Janas, von derartigen Sequenzen auf Youtube animiert, im Selbsttest die Time-Lapse -Zeitrafferaufnahme. Hier sehen sie die Videos, die dabei entstanden.
Das große Vorbild „the mountain", mit seinen glasklaren Sternenhimmelaufnahmen hat er dabei nicht erreicht. Wer die moderne Variante des Zeitraffers mit Spiegelreflex-Cams aber selbst ausprobieren will, sollte auf folgende Punkte achten.
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12 Tipps für Timelapse-Aufnahmen:
Fotoqualität nie kleiner als 1920 x 1080 Pixel einstellen - schließlich soll ein HD-Timelapse entstehen.
RAW-Fotos schießen, die sich später noch korrigieren lassen.
Je größer die Fotos, desto besser kann später das endgültige Format gewählt werden.
Wichtigstes Zubehör: Ein Noname Remote-Timer kostet kaum 50 Euro, steuert aber zuverlässig und automatisch die Fernauslösung der Bildsequenz.
Passender Anschluss: Die Spiegelreflex-Cam muss allerdings einen Anschluss für Fernauslöser besitzen.
Essen, bequemen Stuhl und ggf. Sonnencreme oder Taschenlampe mitnehmen. Sie können ihren Drehort über Stunden nur sehr bedingt verlassen.
Verwenden sie einen Remote Timer, der mittels Kabel an den Fernauslöser-Anschluss mit der Kamera verbunden wird. Er stellt die Bildwiederholfrequenz ein.
Die Kamera auf manuell (M) und, wenn möglich, den Weißabgleich auf die gewünschte Lichttemperatur einstellen.
Absolut wackelfrei aufnehmen, deshalb Bildstabilisator ausschalten und manuell fokussieren.
Linse auf Staub und Dreck untersuchen.
Bei Landschaften eine Intervallzeit von 15-45 Sekunden wählen.
VIDEOAKTIV Time-lapse-Aufnahmen
Beschreibung:
Szene 1:
Auf dem Weg von Dresden nach Berlin "lapsten" ein Freund und ich ein Video von einer Länge von 1:30 Minuten wobei die Intervallszeit dort 3 Sekunden betrug. Bei so einer hohen Auslöse-Taktung verwendeten wir den „Live-View Modus" der EOS-7D, um den Verschleiß zu reduzieren, den das ständige Aufklappen des Spiegels verursachen würde.
Szene 2:
Bei den ersten Versuchen, Mond und Sterne zu "lapsen", verwendeten wir 45-Sekunden Intervalle, und hatte die Auto-Belichtungszeit eingeschalten. Der Gedanke: Wilde Wolkenfelder und das langsame Versinken des letzten Tageslichtes würden unterschiedliche Belichtungen erfordern, auf die die Automatik (AV-Blendenvorwahl) schon richtig reagieren würde. Doch weit gefehlt, die Belichtungszeit und der Bildstand schwankten erheblich.
Szene 3:
Einen ganzen Tag verbrachten wir damit, den Sonnenblumen beim Drehen zuzusehen, was nur einige taten. Wahrscheinlich hatten wir auf eine überzüchtete Sorte gesetzt. Der Timelapse-Effekt ist dennoch gut zu sehen.
Szene 4:
Der dank des großen SLR-Fotoformats problemlos herstellbare Bildausschnitt zeigt im Video ohne Qualitätsverlust die Pflanzen deutlicher, die sich ihrer Sonnenblumenrolle bewusst waren.
Szene 5:
Interessanter aber war, was sich im See während des Tages tat. Deshalb hier noch ein anderer Detailausschnitt aus immer der gleichen Pixel-Rohmasse.
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