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Collagen und Compositings aus fremden Bildern

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Dienstag, den 21. Dezember 2010 um 13:00 Uhr
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Collagen und Compositings aus fremden Bildern
Teil 2
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Wer aus fremden Bildern eine Collage erstellt muss Vorsicht walten lassen und das Urheberrecht beachten. Zunächst ist zu bemerken, dass Aufnahmen praktisch immer dem urheberrechtlichen Schutz unterliegen und daher vor Verwertung, gleich in welcher Form, die Erlaubnis des Urhebers einzuholen ist.

Das gilt auch dann, wenn lediglich einzelne Teile beziehungsweise Ausschnitte des Fotos oder einer Videoaufnahme verwendet werden.

Von diesem Grundsatz gibt es aber eine wichtige Ausnahme. Wird nämlich ein neues selbständiges Werk in freier Benutzung eines fremden Werks geschaffen, ist für die Veröffentlichung und Verwertung des neuen Werks die Zustimmung des Urhebers des ursprünglichen Werks nicht erforderlich (§ 24 Urheberrechtsgesetz). Man spricht in diesem Fall von einer freien Benutzung des ursprünglichen Werks. Das bedeutet für denjenigen, der aus verschiedenen Bildern ein neues Bild zusammensetzt, jedoch nicht, dass er die Urheberrechte an den verwendeten Bildern nicht zu beachten hätte. Die freie Benutzung ist an strenge Voraussetzungen geknüpft.

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Bildcollage: Wer ein Bild in besonders kreativen und individuellen Bildcollagen verarbeitet, kann sich möglicherweise auf eine freie Benutzung berufen. (Bild: Joujou - www.pixelio.de)
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Geschützt: Alle Bilder, ob Foto oder Video, unterliegen dem urheberrechtlichen Schutz. (Bild: Manfred Walker - www.pixelio.de)

Entscheidend ist, dass das alte Werk hinter dem neu geschaffenen Werk weitgehend verblasst. Ob dies der Fall ist, hängt davon ab, welchen Grad an Individualität das neue Werk und das entlehnte alte Werk besitzen. Wer also ein Bild verwendet, das ein „Allerweltsmotiv" zeigt, das auch nicht in besonderer Weise fotografiert wurde und dieses im Rahmen einer besonders kreativen und individuellen Bildcollage verarbeitet, wird sich wahrscheinlich auf eine freie Benutzung berufen können. Dagegen gilt dies nicht, wenn der eigene kreative Beitrag zum Gesamtergebnis eher gering ist und gerade die besonders individuellen Merkmale der verwendeten Vorlage in dem fertigen Werk unverändert oder lediglich leicht verfremdet wieder auftauchen.