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Canon EOS 5D Mark III: Der neue DSLR-Videokönig

Die Antwort auf Nikons D800 kommt prompt. Canons legendäre 5D Mark II hat eine Frischzellenkur bekommen und zeigt, was im Bereich Video mit Spiegelreflex-Kameras möglich ist. In der EOS 5D MK III wurde es zwar kein 32-Megapixel-Sensor, sondern „nur" ein neuer 22,3 Megapixel-Vollformat-Sensor, doch dafür punktet Canon bei der Serienbild-Geschwindigkeit und bei den Full-HD-Modi. Bis zu 6 Bildern/Sekunde und Full-HD mit echtem ...
 

Bis zu 6 Bildern/Sekunde und Full-HD mit echtem 24 Bilder-Modus liefert Canon zu einem, gegenüber der D800 fürstlichen Preis: Knapp 3300 Euro ruft Canon auf. Das ist etwa halb so viel wie für das Flaggschiff 1D X, dessen Videofähigkeiten nun auch in der Mark III integriert sind.

Eine spezielle Quick Control Movie-Funktion öffnet einen speziellen Menübereich, über den Videoeinstellungen auch während der Aufzeichnung noch einfacher angepasst werden können. Die Aussteuerung des Tonsignals ist via LCD-Monitor kontrollierbar und auch während der Aufnahme zu pegeln. Während des Filmens ist es jederzeit möglich, Fotos aufzunehmen.

Von der Timecode-Aufzeichnung angefangen über optionale Intra-Frame oder Interframe-Aufzeichnung bis zum eigenen, parallel startbaren Videoauslöser. Die Empfindlichkeitsangaben machen schwindelig: Bis ISO 25.600 ist Standard, dann gibt es High-Einstellungen mit ISO 51.200 oder 102.400.

Ein Blick auf die nach wie vor MPEG4-codierten (.mov) Aufzeichnungsformate: Full HD mit 1920x1080 Pixeln gibt es mit 29,97; 25; 23,97 Bildern pro Sekunde. Das kleine HD mit 1280 x 720 Pixeln gibt es dann mit 59,94 und 50 B/s. Dazu bietet die 5D Mark III noch Standard VGA-Auflösung (640 x 480) Pixel. Die 4 GB-Datengrößen-Begrenzung bleibt bestehen, auch die maximale Cliplänge bleibt bei 30 Minuten. Außer der Mikrofonbuchse ist nun auch der Kopfhöreranschluss integriert.

Wichtig für Filmer: Ein neuer Tiefpass-Filter vor dem Sensor und neue Rechenalgorithmen im Digic +5 Prozessor sollen Moiree- und Rolling Shutter-Effekte vermeiden.

Das Magnesium-Gehäuse der 5D Mk III ist spritzwassergeschützt wie das der 1DN. Der Sucher der EOS 5D Mark III ist mit einem größeren Penta-Prisma ausgestattet. Er erzielt ein 100-Prozent-Gesichtsfeld mit 0,76facher Vergrößerung und erfasst das Motiv vollständig und präzise. Der Sucher bietet einen großen Bildwinkel und eine bei 21 Millimetern liegende Austrittpupille. Eine 0,76fache Vergrößerung bildet das Motiv nah und detailreich ab.

Das 8,1 cm-Live View Display (3,2 Zoll) hat nun 340.000 Bildpunkte, die 5 oder 10fach-Lupenfunktion ist auch im Videobetrieb zuschaltbar. Wiedergabeseitig gibt es schnelleren Zugriff auf die Clips und eine Moviebearbeitungsfunktion. Was man sich darunter vorstellen muss, erforschen wir im Test der EOS 5D Mark III, in der Mai- Ausgabe der Zeitschrift VIDEOAKTIV.

Weitere Funktionen und Weiterentwicklungen:

Die EOS 5D Mk III besitzt einen Doppelschacht für SD und CF-Karten, die sogar untereinander hot plugingfähig sein sollen. Der Sensor soll wesentlich weniger Energie verbrauchen, die Fotodioden in den Pixeln sind lichtempfindlicher und neue Mikrolinsen über den Pixeln verbessern die Lichtaufnahme.

Wiedergabeseitig unterstützt der Prozessor nun die vergleichende Bildansicht, bei der zwei Fotos für die Betrachtung, Vergrößerung und Beurteilung von unterschiedlich belichteten Aufnahmen parallel nebeneinander gestellt werden können.

Nicht nur für Fotografen interessant: Es gibt erstmals ein Autofokus-Konfigutrationsmenü mit folgenden Einstellungen:

1 – Vielseitige Allround-Einstellung für zahlreiche Aufnahmesituationen und Motive.

2 – Für die kontinuierliche Nachführung; mögliche Hindernisse werden ignoriert. Bleibt auf dem Hauptobjekt, auch wenn dieses vorübergehend den AF-Messfeldbereich verlässt.

3 – Die Schärfe wechselt sofort auf ein Motiv, das plötzlich im AF-Bereich auftaucht: Wichtig, wenn der Fotograf bei jedem neuen Motiv eine augenblickliche Schärfeverlagerung wünscht.

4 – Für Motive, die ihre Geschwindigkeit schnell ändern: Bei der Schärfenachführung werden Tempo- oder Richtungswechsel berücksichtigt; ideal für Aufnahmen beim Motorsport oder Fußball.

5 – Für unberechenbare Motive, die plötzlich eine Richtungsänderung vornehmen: Diese Einstellung ist nur in den Modi 61-Punkt-AF, Bereichs-AF und AF-Messfelderweiterung möglich. Sie ist ideal für die Schärfenachführung auf Motive mit schnellen vertikalen oder horizontalen Positionswechseln. Die Kamera aktiviert automatisch die AF-Messfelder, die dem Motiv am nächsten
liegen.

6 – Für Motive, die ihre Geschwindigkeit und Bewegung unvermittelt Ändern. Sie ist vergleichbar mit Einstellung 4, wird jedoch beim Arbeiten mit mehreren AF-Messfeldern eingesetzt, die dann automatisch geändert werden.

(mb)
Link zum Produkt: Canon
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Videokönig: Die EOS 5D Mark III soll es dem Vorreiter nachmachen und mit Videofunktionen überzeugen.
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Profi: Die EOS 5D Mark III bietet eine Serienbildfunktion mit bis zu 6 Bildern in der Sekunde und Videomodi mit bis zu 50 Vollbildern.


Forumthemen


02.03.2012, 12:28
Die 4 GB-Datengrößen-Begrenzung bleibt bestehen, auch die maximale Cliplänge bleibt bei 30 Minuten. Dennoch scheint es da eine Änderung zu geben, denn Canon schreibt selber: Movielänge: bis zu 29 Minuten und 59 Sekunden, maximale Dateigröße: 4 GB. Es ist also wohl nicht wie bislang bei einer Dateigröße von 4gb Schluss ...

02.03.2012, 16:03
Es bleibt wie bei den anderen Canon DSLRs. 4 GB sind nämlich in 12 -14 Minuten erreicht. Canon meint die Grenze liegt bei 4 GB oder 29:59 Minuten, wie es schon VAD schrieb. VG Jan

02.03.2012, 16:08
Cinema5D schreibt dazu: Clip Length: The 4GB recording limit is gone and your clips can be up to 29 minutes, 59 seconds. Slashcam schreibt dazu: -die maximale Aufnahmezeit ist auf knapp 30 Minuten gesteigert (erreicht wird das durch automatisches Stitchen mehrerer Clips)

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