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Sony Japan enthüllt: neue HDV-Cams FX 1000 und Z 5

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Freitag, den 05. September 2008 um 16:11 Uhr


Nun haben die Spekulationen ein Ende: Es geht weiter mit HDV bei Sony - im Profibereich sowieso, aber auch im Consumerlager: Mit dem HDR-FX 1000 und dem HVR-Z 5 J hat Sony heute zumindest für Japan zwei neue HDV-Henkelmänner enthüllt. So mancher Fachmann hatte zuletzt ja eher damit gerechnet, dass Sony als nächstes einen AVCHD-Profi bringen würde, so wie Panasonic mit dem AG-HMC 151.

sony1000glass.jpg

Ausgezogen: Sony hat dem neuen FX 1000 ein neues Kleid und ein neues Objektiv verpasst, das "G Lens".

sonyfx1000j.jpg

Ahnenreich: Der HDR-FX 1000 erinnert an Vorfahren wie FX 1, FX 7 oder die Profieltern V 1 und Z 7.

sony_f1_glens_02.jpg

Sony G Lens: Verglichen mit dem Objektiv des bisherigen HDV-Topmodells FX 7 soll das neue eine Anfangsbrennweite von 29,5 zu 37,4 Millimeter beim alten aufweisen.

sony_z5.jpg

Wie gewohnt: Der Profi-Ableger Z5J kommt mit XLR-Mikroaufsatz, DVCAM-Aufzeich-nungsmöglichkeit und mehr Ausstattung. 

 
sonyjapan_fx1000.jpg

Neues HDV-Topmodell: Zumindest in Japan wird der neue HDR-FX 1000 schon als HDV-Topmodell beworben.
 

sonyz5mitcf.jpg

Dockrecorder: Der Z 5 J lässt sich offenbar optional mit dem CompactFlash-Kartenrecorder HVR-MRC 1 erweitern.
 

Die Typenbezeichnung HDR-FX 1000 weist das Consumermodell aus als Nachfolger aus der Linie FX 1 (dem HDV-Debütanten) und FX 7. Tatsächlich gemahnt er aber auch an das Profimodell Z 7. Dass er mit seinem Profi-Zwilling dieses beerben soll (Web-Spekulation), halten wir aber für ein unbewiesenes Gerücht, schließlich sind die beiden Neuen nicht wie der Z 7 mit einer Wechseloptik ausgestattet, sondern mit einem 20fach-Festzoom.

Das hat es allerdings in sich, schließlich ist es offensichtlich nicht mehr mit Carl Zeiss gelabelt, sondern als "Sony G Lens". Mal sehen, wieviel von der revolutionären Objektivbedienung des Z 7 da noch übrig geblieben ist.

Als Bildwandler werden offenbar drei 1/3-Zoll-CMOS-Sensoren eingebaut. Immerhin wirkt das neue Profimodell HVR-Z 5 J wie eine abgespeckte Version des Z 7, eben mit fest eingebautem Objektiv.

Ansonsten verspricht es eine ähnliche Funktionsvielfalt und die klassischen Unterscheidungsmerkmale zur Consumervariante FX 1000: den großen Mikroaufsatz mit XLR und Phantomspeisung, die DVCAM-Aufzeichnungsmöglichkeit (zusätzlich zu DV) oder die zwei unabhängigen Aussteuerungsregler.

Für die japanische Version des Z 5 ist offenbar auch der dockbare CompactFlash-Recorder optional zu haben, der bei den aktuellen HDV-Cams Z 7 und S 270 hierzulande zum Lieferumfang gehört. Damit ließe sich zumindest beim Z5 die HDV-Aufzeichnung auch nonlinear durchführen.

An den Preisspekulationen mit umgerechneten Yen-Preisen für die beiden Übersee-Modelle möchte sich die Redaktion nicht beteiligen, da diese meist eh nicht auf hiesige Verhältnisse zutreffen.

Außerdem unterscheiden sich auch Daten und Ausstattung in der Regel zwischen den japanischen und deutschen/europäischen Versionen.
Wegen Daten und Preisen für die eventuellen hiesigen Versionen von FX 1000 und Z 5 ist die Redaktion natürlich in Kontakt mit Sony Deutschland.

Sobald diese verfügbar sind, werden Sie sie hier finden. Schließlich ist kommende Woche die Profimesse IBC in Amsterdam, und bis dahin sollte der Prozess erfahrungsgemäß abgeschlossen sein.

UPDATE: Hier finden Sie mehr zu den inzwischen angekündigten deutschen Versionen HDR-FX 1000 E und HVR-Z 5 E.

(he)

Infos zum Hersteller: SonyJapan


Kommentare (13)
  • Edmund T.
    Das Sicherungsproblem ist ein elendes Problem, denn den ultimativen, ewig haltbaren und im nächsten Jahrhundert noch lesbaren Speicher gibt es (noch) nicht. Auf der einlagigen Blu-Ray-Disc passen so ca. 23 GBytes drauf, dass würde bedeuten, Du überspielst Deine Kassetten auf dieses System. Dann kannst Du die Kassetten entsorgen. Ich habe gelesen, dass ein Hersteller der Blu-Ray-Disk ca. 10 Jahre gibt. Danach müsstest Du Deine BDs auf ein zukünftiges Medium sichern. Die Industrie hat genau dieses Problem. Unter QS (Qualitätssicherung und GLP) mussten Protokollbänder einer VAX von DEC 25 Jahre aufbewahrt werden. Die Maschinen gibt es nicht mehr, DEC auch nicht mehr. Also wird alles solange, bis die 25 Jahre rum sind, umkopiert und protokolliert. Von daher kaufe Dir eine Festplattencam, sichere auf BD mit einem guten BD-Rekorder (siehe Test Videoaktiv, aber nicht erschrecken!) und bereite Dich darauf vor, in 10 Jahren wieder viel Geld für die Datensicherung ausgeben zu müssen. Dieses Spielchen möchte ich halt nicht so oft mitmachen. Deswegen hänge ich auch so an der Kassette.
  • L4
    Im Großen und Ganzen stimmt das, aber es ist uns allen auch bekannt das die Bänder ihre Nachteile haben wie z.B das die Metallpartikel mit der Zeit verkleben, Bandsalat und ganz zu schweigen von den immensen Aufwand beim Suchen bestimmter Scenen und die damit verbundene Beanspruchung des Camc.`s. Obwohl ich noch gar keinen Festpl.cam. besitze dachte ich diese ganzen Nachteile genau mit solch einem Teil beseitigen zu können, doch jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher, denn ich möchte mir auch nach 20-30 Jahren mein Material noch anschauen können. Und noch etwas: Ich besitze noch meine Hi8 Cam. wegen meiner Hi8 Casetten, meine MiniDV Cam. wegen den MiniDV Casetten wie lange soll ich (wir alle) das noch fortsetzen? Ist man nicht gezwungen sein Material sowiso irgendwann auf Festpl. oder DVD zu kopieren? ich glaube nicht das meine Camcorder noch in 20 Jahren laufen.
  • Erichus
    In 10 Jahren läuft das Band garantiert noch einwandfrei. (Meine ältesten Tapes sind 15 Jahre, MII, und laufen noch einwandfrei, alle DV Tapes ab 1995 ebenso) Ob die Festplatte dann aber noch läuft, ist eine andere Frage. Ausserdem: Wenn Du Lust hast, Dein ganzes Archiv dauernd umzukopieren, dann tu es; ich brauche meine Zeit für andere Sachen
  • Edmund T.
    Band ist eben bei richtiger Lagerung länger haltbar als eine Festplatte. Natürlich kannst Du auf eine externe Festplatte speichern. Nur: Bei mir gehen so alle 3-4 Jahre die Platten ins Nirwana. Ohne Datensicherung ist dies ein Risiko. Das heißt, Du müsstest zusätzlich zu Deiner Sicherung eine weitere Sicherung durchführen. Bißchen viel Aufwand gegenüber dem Band? Ich habe Musikbänder, die sind 30 Jahre alt und noch anhörbar. Schon mal was von einer 30jährigen Festplatte gehört? Der Sicherungszirkus wird wohl erst mit der erweiterten Blue-Ray-Disk beendet sein. Dann kann man das Band wirklich verabschieden. Vorher nicht. Zum Thema Qualität: Der Unterschied zwischen HDV und AVCHD ist marginal, richtig. Aber die Bearbeitbarkeit ist bei HDV besser - immer noch!
  • L4
    Ich höre immer zum Band gibt es keine wirklichen Archivierungsalternativen. Ich besitze etwa 40-50 Kasetten genauso viele DV`s , wie lange soll ich noch auf Kasetten archivieren?? Kann mir jemand die Frage beantworten wieso man vom AVCHD Festplattencamcorder nicht auf externen Festplatten archivieren kann? Oder habe ich da einen Denkfehler? Und wenn mir jemand sagt das die Semiprofi HDV Cams. von Sony und Co eine bessere auflösung haben als z.B eine Canon HF10/100 dann hat er Tomaten auf den Augen und sollte sich unter "slashcam" oder "Videoaktiv" mal die Bilder anschauen. Ich spreche hier NUR von den Bildern und nicht den anderen Qualitäten wie Lowlight usw. Ich glaube nicht das das HDV System besser als das AVCHD ist wenn mann sie unter den gleichen Vorraussetzungen vergleicht.
  • Edmund T.
    Du hast nicht berücksichtigt, dass auf dem japanischen Preis die deutsche Mehrwertsteuer und der Importzoll hinzugerechnet werden müssen. Macht so in etwa 3200 EUR brutto aus. Das dürfte dann zu einem Straßenpreis von etwa 2800 EUR führen.
  • Alfmo
    Für mich ist die Sony FX 1000 genau die Kamera, auf die ich gewartet habe. In einer Kamera das Beste aus FX 1 und FX 7 zu einem Preis von ca. 2600 Euro. Damit gibt es zum ersten Mal einen würdigen HD-Nachfolger der legendären VX 2100. Sony hat offensichtlich als erster Anbieter erkannt, daß im Preissegment von 1500 bis unter 3000 Euro bis dato nichts Vernünftiges angeboten wird, dies ist jedoch das Segment, das den fortgeschrittenen Videoamateur am meisten interessiert.
  • scutty
    Die Entscheidung gegen AVCHD ist meines Erachtens nach richtig. Es gibt zum Band noch immer keine wirkliche Alternative, ausser man muss nicht archivieren.
  • Edmund T.
    Die FX1000 erinnert wohl mehr an die FX1, wenn man die Gehäuse vergleicht. Auch innen ist sie nach ersten dürftigen Informationen der FX1 näher: 3x 1/3" statt 3x 1/4" CMOS-Chips. Und was die AG HMC 151 betrifft, die ist selbst mit dem aktuellen Straßenpreis von ca. 4000 EUR für den Prosumer zu teuer.
  • Erichus
    Also die FX7 ist mit den neuen nicht zu vergleichen: FX7 kaum Weitwinkel, wenig lichtempfindlich, 1/4 Zoll Chips Und bezüglich Tape: Es ist immer noch das bewährteste und sicherste Archivierungsmedium
  • Yen-Preise umrechnen
    2600 und 3500 EUR :-)
  • dvcut
    Auch andere Väter haben schöne Töchter. Persönlich gefällt mir die Panasonic AG-HMV 151 auch besser, aber HDV kann man besser bearbeiten. Bei Canon müssen wir vermutlich noch einige Wochen länger warten. Gut Ding braucht Weile! Eine Frage am Rande : Gibt es eigentlich zur IBC eine JVC Pressekonferenz oder machen die bald die Lichter aus ???
  • Herr Schmidt
    Also langweiliger gehts nicht mehr oder? Was soll das jetzt für eine Neuvorstellung sein? Da hätte man die FX7 auch einfach weiter produzieren können. Geändert hat sich ja nicht das Meiste. Also heißt es weiter abwarten, bis Canon sich rührt.
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