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Praxistest JVC GZ- HD 7 U – Full HD Drucken E-Mail
18. Februar 07 00:00 Uhr
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Die HD 7 mit Fujinon-Objektiv nimmt auf eine 60-GB-Festplatte auf.



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Hinten sitzen DV-, HDMI- und USB-Anschluss. Das spezielle USB-Kabel verbindet aber derzeit noch nicht einmal die eigens gebaute Brennstation.

 
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Blick von oben auf kleine Zoomwippe und großes Objektiv - gut zu halten.


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Menügestaltung: Übersichtlich und mit dem kleinen Joystick neben dem Screen gut zu bedienen. Die Funktionstaste öffnet Einstellungen für Weißabgleich, Zebra, Farbbalken und Schärfe. 



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Die manuellen Tasten: S steht für Shutter bis 1/4000 Sekunde, "bright" shiftet die Blendenautomatik in 6 Stufen, und die A-Taste (verdeckt) stellt den Blendenwert ein, zwischen 1,8 und Blende 8. Mit dem Drehrädchen wird eingestellt.
Da ist er endlich, noch ohne Bedienungsanleitung und im amerikanischen Sendestandard – aber immerhin. VIDEOAKTIV hat den Sensations-Camcorder HD 7 genauer unter die Lupe genommen. Lesen Sie, wie sich der erste echte Konsumer-Camcorder mit 1920 x 1080 Pixeln hautnah anfühlt.

Bevor wir zum Bild kommen, hier die Facts in Kürze: Der Everio HD 7 ist ein 60-GB-Festplattencamcorder mit drei Aufzeichnungsmodi: Er nimmt erstmals echte 1920 x 1080 Pixel auf – also im HDTV-Sendestandard. Um dieses große Format mit einer variablen Datenrate von 26-30 Mbit/Sekunde aufzeichnen zu können, verwendet er ein eigenes MPEG-2-Kompressionsverfahren. Damit schafft der HD7 rund 5 Stunden Aufzeichnung. Es gibt noch zwei weitere Aufzeichnungsverfahren mit dem von HDV bekannten Pixelformat 1440 x 1080. Die Variante mit konstanter Bitrate (27 mbit/s) soll kompatibel zu HDV-Schnittsystemen sein, die SP-Variante schafft eine 7 stündige Aufnahmezeit. Mehr zu den Specs in den News vom 25.01.2007.

Handling

Die HD 7 hat das Format der HDV-Camcorder, die Sony- und Panasonic-Festplatten- oder SD-Modelle sind etwas schmaler und kürzer. Das Maß entspricht in Länge und Breite recht genau der Sony UX 1, Das Objektiv ist ebenfalls recht dick und dominant, aus gebürstetem Metall. Nur die Grifffläche liegt beim Sony wegen des DVD-Laufwerks höher. Das ist beim HD 7 besser gelöst, die Kamera liegt schlicht hervorragend in der Hand.

Der Sucher zeigt ein deutlich größeres, wenn auch nicht schärferes Bild als das Display, ist aber nur auszieh- und nicht schwenkbar. Wer die Kamera also für tiefe oder hohe Positionen anders packt, hätte gerne einen zweiten Auslöser zur Verfügung. Auch die Zoomwippe hätte größer ausfallen dürfen – genug Platz am Griffteil wäre gewesen. Diese Indizien zeigen jedoch schon, dass es sich beim HD 7 um ein waschechtes Konsumermodell handelt, eine leicht modifizierte Variante der seitherigen Everio-Modelle.

So startet die Zoomwippe selbst nun mit einem fast profitauglichen Schneckengang, viel Fingerspitzengefühl braucht es trotzdem. Der Fokusring hat einen extrem langen Einstellweg, wohl um die feinen Schärfenuancen bei HD-Auflösung hinzubekommen. Die Kamera ist per Sucher allein kaum bedienbar, ds 2,7-Zoll-16:9-Display muss aufgeklappt werden, sonst sind beispielsweise Menü oder Weißabgleich nicht zu erreichen. Das Bedienen der Kamera ist im Vollautomatikmodus kinderleicht – dennoch steht nach dem Umschalten auf manuell eine Batterie von Bild-Einstellungen zur Verfügung, allerdings beschränken sich diese auf den Schnellzugriff für Fokus, Blende mit echten Blendenwerten, eine feststellbare AE-Shift-Funktion und den Shutter mit Lowspeed-Einstellung.

Das winzige Rad, das die Einstellungen für Blende und Verschlusszeit steuert, hätte etwas stabiler ausfallen dürfen. Eine Bild-Setting-Einstellung für diverse persönliche Looks oder Customer- Presets sind nicht integriert. Insgesamt also ein simples Konzept, einfach zu verstehen, ideal für ambitionierte Amateure, jedoch mit deutlich eingeschränkter Profitauglichkeit.

Ausstattung

Die Kamera besitzt drei 16:9-CCD-Chips mit je 1016 x 558 Bildpunkten. Damit aus dieser Anordnung 1920 x 1080 Pixel extrahiert werden können, wird – wie in der Profitechnik üblich – ein Pixel-Shifting angewendet. Der grüne CCD ist gegenüber den beiden anderen um ein halbes Pixel in horizontaler und vertikaler Richtung verschoben und erzeugt so verwendbare, echte Zwischenwerte.

Wie die professionellen JVC-Schultercamcorder der GY-HD100-Familie verwendet der kleinste HDTV-Camcorder des Universums ein Fujinon-Objektiv und die gleiche Focus Assist-Funktion. Dahinter verbirgt sich ein „Peaking", das aktuell scharf eingestellte Bildteile mit Farbrändern verziert. Sehr hilfreich, bei der beschränkten Auflösung des Displays. Eine Aufnahmelupe fehlt. Dafür gibt es einen optischen Bildstabilisator, der allerdings deutlich nachzieht und deshalb beim Schwenken vom Stativ abgeschaltet werden muss.


Anschlussseitig herrscht Überfluss. Sowohl Firewire-, HDMI- oder USB-Buchsen zeigt die Rückseite. Seitlich rechts stecken Mikrofonbuchse und AV (Kopfhörer)-Ausgang. Links fand neben dem Komponenten-Ausgang sogar die S-Video-Buchse ihren Platz. Eine Fernsteuer-Remotebuchse fiel uns nicht auf. Mit den vielen Schnittstellen soll sich der Camcorder zum universell einsetzbaren Aufzeichnungsgerät mausern.

Unsere ersten Tests in dieser Richtung fielen allerdings ernüchternd aus: Via i-Link-Firewire-Verbindung gelang keine Übertragung der angeblich HDV-kompatiblen Signale an einen Rechner mit Premiere 2.0 samt MainConcept-Plug-in. Über das mitgeliefertem USB-Spezialkabel wollten wir die JVC Share Station anschließen, die extra entwickelt wurde, um das HD-Material schnell und unkompliziert auf DVD brennen zu können. Der Camcorder stürzte jedoch mit der Meldung „incompatible USB-Device" sang und klanglos ab. Hier gibt es also noch etwas zu tun, bis zur Serienreife des PAL-Modelles. Über den Stand der Dinge werden wir natürlich in der gedruckten Ausgabe von VIDEOAKTIV berichten, die am 15. März erscheint. Die HDMI- und die Komponenten-Buchsen jedoch funktionierte einwandfrei und sie zeigten am angeschlossenen Full-HD-Monitor Erstaunliches:

Bildqualität

JVC weist darauf hin, dass das vorliegende Modell auch in NTSC noch nicht dem Serienstandard entspricht. Rückschlüsse auf das tatsächliche Bildergebnis bei Pal-Modellen dürfen nicht gezogen werden. Immerhin würden bis zum Verkaufsstart noch 8 Wochen vergehen - Entwicklungstechnisch sei dies eine immens lange Zeit.

Deshalb hier völlig unverbindlich unser Vorserieneindruck:
 
Die Schärfe und Detailauflösung selbst ist bei Tageslicht-Bedingungen immens, so lange das Bild steht. Bei Schwenks scheint der von JVC verwandte MPEG-2-Codec bewegte Objekte sehr weich zu zeichnen. Der Schärferegler darf maxmal auf mittlere Werte eingestellt werden, sonst entstehen im Bild Artefakte und stark überzeichnete Objektkanten, die im Display unsichtbar bleiben, aber am Fernseher später auffallen. Ganz frei von Artefakten sind die Szenen noch nicht, bei Tageslicht zeigen sie sich als eine Art leichtes Rauschen um farbstarke Objekte. Gespannt sind wir, wie sich der Pal-Codec in der Praxis bewähren wird.

Die Abstimmung des Weißabgleiches des NTSC-Modells überzeugte noch nicht - bei dieser frühen Geräteversion kein Wunder. Bei Taglicht erschien das Bild etwas grünlich, bei Innenraum und Schwachlicht verschwanden die Blautöne zugunsten von Rot. Bei manuellem Weißabgleich kam dann zwar das Blau, grießelte aber stark. Der Schwachlichteindruck bei 30 Lux entspricht ungefähr dem gängiger HDV-Geräte,  insgesamt wirken Schwachlichtszenen aber recht weich. Auch bei Innenraumaufnahmen blieb dieser weiche Bildeindruck erhalten. Eben dieser Umstand veranlasste uns, die Schärfe manuell nachzustellen – mit dem Ergebnis zunehmender Artefakte.

Auch die Blendenfunktion ist noch nicht hundertprozentig abgeglichen. Die Kamera überstrahlte helle Bildpartien. Eine manuelle Abblendung von mindesterns einer Stufe war nötig.

Wie gesagt, es ist ein Vorserienmodell, das uns für Handlingstests überlassen wurde, bitte werten Sie die Ergebnisse entsprechend.
 

Weitere Ergebnisse sehen und lesen Sie in VIDEOAKTIV 03/07.
 
(mb)

Weiterführende Artikel:

Update Praxistest JVC GZ-HD7 U Testbilder 

Test der Serienversion JVC GZ HD 7 in der VIDEOAKTIV 4/2007

Infos zum Hersteller: JVC

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